Wohnung

Fährt man »nur« in den Urlaub, sollte es ausreichen jemanden zum Blumen gießen und Post sammeln eizuspannen. Wird die Reise etwas länger, sollte man sich auch für die eigene Wohnung etwas einfallen lassen...

Wohnung behalten

Ist die Rückkehr in die Heimat vorgesehen und auch nicht zu weit entfernt, braucht man seine Wohnung nicht unbedingt aufzugeben. Alternativ kann man sich z.B. einen »Wohnungshüter« einladen.

Das kann dann entweder ein vertrauenswürdiger Untermieter sein oder man läßt einen Bekannten ohne eigene Wohnung für die Zeit bei sich wohnen. Das kann zwar zu Partys in ungeahnten Ausmaßen führen, hat aber den Vorteil, daß die Wohnung weiterhin gelüftet und beheizt wird, außerdem sieht es nach außen hin auch noch bewohnt und benutzt aus. Das sollte dann auch dazu beitragen den einen oder anderen unerwünschten Gast abzuschrecken.

Untermieter müssen übrigens vom Vermieter genehmigt werden! Wenn es nicht schon im Mietvertrag steht, kann man noch mal nachfragen. Lehnt der Vermieter die untervermietung ab, so hat man das Recht auf eine »außerordentliche Kündigung«. Außerordentlich bedeutet dabei allerdings nicht fristlos!

Wohnung aufgeben

Will man mit seiner »Auszeit« auch gleich die Wohnung wechseln oder steht der Termin zur Heimkehr erst noch in den Sternen, ist die Aufgabe der alten Wohnung mit einzuplanen.

Um einigen Problemen mit Banken und dem ADAC (Carnet de Passage) aus dem Weg zu gehen, ist es jedoch sehr ratsam, eine feste deutsche Adresse beizubehalten. Möglich sind dabei z.B. Familienmitglieder oder Freunde (In meinem Fall, ziehe ich offiziell wieder zu meinen Eltern).

Kündigung

Eine Kündigung muß in schriftlicher Form (am besten per Einschreiben) beim Vermieter eingehen. Sofern im Mietvertrag keine besonderen Kündigungsfristen geregelt sind, gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen. Sofern sie im Mietvertrag nicht anders geregelt ist, beträgt die Kündigungsfrist (auch für sog. Altmietverträge!) drei Monate. Die Kündigung muß spätestens am dritten Werktag des Monats, zum Ablauf des übernächsten Monats eingereicht werden.

Räumen und Renovieren

Bloß nicht zu spät damit anfangen seine Klamotten los zu werden! Anfangen kann man mit den Gegenständen die man definitiv nicht mehr braucht. Entweder sie werden an Freunde verkauft, verliehen oder verschenkt oder man verscherbelt seinen Kram per Trödelmarkt oder Internet. Loswerden muß man den Krempel ja doch und je mehr man raus schafft, desto mehr Platz bekommt man auch für die Renovierung, Vorbereitung und die Packerei.

Wenn man im letzten Monat nur noch eine leere Wohnung hat, ist das ja nicht weiter schlimm. Da man sich ja doch auf Rucksack, Alukiste oder Kofferraum einschränken will, sollte man auch mit einem Fernseher und einer Matraze wunderbar klar kommen.

Schönheitsreparaturen

Schönheitsreparaturen sind (je nach Mietvertrag) Sache des Vermieters! In meinem Fall ist die Klausel der Schönheitsreparaturen im Mietvertrag, wegen dem starren Zeitplan der Schönheitsreparaturen, nichtig. Somit gilt die gesetzliche Regelung, nach der der Vermieter die Schönheitsreparaturen zu übernehmen hat. (Entscheidung des BGH 2003)

Auszug

Um Probleme mit Vermieter oder Nachmietern zu vermeiden, sollte frühzeitig geklärt werden welche Arbeiten auszuführen sind. Diese Arbeiten sollten festgehalten und von beiden Parteien unterschrieben werden. Genauso sollte bei der Wohnungsübergabe vorgegangen weden. Ein Übergabeprotokll sollte folgendes beinhalten: Zu erledigende Restmängel, Auszahlung der Kaution, Zählerstände für Strom, Gas und Wasser, Anzahl der Abgegebenen Schlüssel.

Lagerung

Will man nicht alles aufgeben was man sich mal gekauft hat, kann man seinen Kram noch einlagern. Dazu mietet man sich entweder eine günstige Garage oder spannt wieder mal Familie oder Freunde ein. Lagerlösungen wie z.B. Shurgard sollte man meiden, da sie über einen längeren Zeitraum verdammt teuer sind. Wem allerdings eine garantiert trockene, bewachte und versicherte Lagerung lieber ist, der kann auf diesem Weg sehr viel Geld vernichten.

Ich versuche mich dabei auf ein paar Kartons in einer Garage zu beschränken. Meine Möbel sind entweder uralt und sollten eh mal ausgetauscht werden oder sie bringen mir beim verkaufen noch gutes Geld.