Familie
Donnerstag, 12. April 2007 um 02:25Meine eigene kleine Familie mit Kind, Haus, Gartenzaun und Hund habe ich bis heute noch nicht, was sich da noch ergeben wird, weiss ich nicht. Nun hat sich unterwegs schon einiges geändert und ich sitze samt Freundin und zwei Katzen in einer Wohnung. Wer weiß schon was die zukunft bringt!?
Hier nun erst mal der Teil meiner Familie, der bisher für mich zuständig war...
Meine Eltern:
Rolf und Karin, beide so um die 60. Jahre, Geburtsdaten und Alter kann ich jetzt auch auswendig, tut hier aber nichts zur Sache. Beide haben mir im Leben ganz kräftig geholfen, auch wenn ich es immer erst Jahre später begriffen habe. Angefangen bei der Hilfe mit solchen Nebensächlichkeiten wie Mathe und Deutsch in der Schule bis hin zu meiner Reise. Obwohl ich immer wieder betont habe, diese Reise selbstständig und unabhängig durchzuziehen, haben sie es sich doch nicht nehmen lassen mir hier und da finanziell unter die Arme zu greifen. Dafür möchte ich mich hier (fehlendes Adjektiv)bedanken!!!
Rolf:
Prokurist in einem Stahl-Großhandel und seit Jahren aktiv in der Berggorilla und Regenwald Direkthilfe. Angefangen bei den selbstgetippten 1x1 Lernprogrammen auf dem C-128, bis zu den gemeinsamen Motorradtouren in den letzten Jahren hatten wir beide sehr viel Spaß.
Die Idee mich Sebastian zu nennen bekam er übrigens durch die alte Frensehserie »Der Bastian« Im gefiel die unkonventionelle und aufmüpfige Art dieser Person, zum Glück habe ich eine Vorsilbe dazu bekommen!
Karin:
Ehemalige Anwaltsgehilfin und Bürovorsteherin. Vollzeithausfrau seit behauptet wurde, daß es nicht gut für mich sei, als »Schlüsselkind« aufzuwachsen aber vor allem seitdem sie ihrem ehemaligen Chef (klassisch unmenschlich) gezeigt hat wo der Hammer hängt. Eben das lerne ich auch bis heute von ihr, Widerstand! Aufrechter, stilvoller und gewaltfreier Widerstand gegen die Ungerechtigkeit die einem in Berufsleben und Alltag begegnet.
Mein Pruder:
Das ist kein Tippfehler sondern ein Insider! Daniel und ich sind Brüder wie sie im Buche stehen. Jahrelang haben wir uns wegen jedem Mist gestritten, sind uns regelrecht an den Hals gegangen. Nach all diesen Jahren haben wir es aber geschafft wie Brüder zusammen zu stehen und uns aus dem Dreck zu ziehen oder einfach gegenseitig aufzubauen. Lustig wird es wenn wir zusammen bei Feiern oder im Restaurant auftauchen, dann ist wirklich niemand vor uns sicher. Es fängt bei harmlosen Sprüchen an und führt unausweichlich zur Atemnot!
Gefährlich könnte es für mich noch werden wenn ich vor meiner Abreise sein unser LEGO verkaufe. Ich befürchte er ist wirklich schlimmer als Interpol!
Phillip - Der Senior
Eindeutig der älteste im engeren Kreis der Familie. Es klingt vielleicht merkwürdig aber ich hoffe er schleppt sich nicht mehr ewig durch das Leben. Dieses olle Wollknäuel hat die Lebenserwartung eines Mischlings locker erreicht bzw. überschritten. Bevor er zu viel leiden muß, habe ich ihn lieber in guter Erinnerung.
Update:
Meine "Hoffnung" den endgütigen Abschied noch vor meiner Abreise zu erleben, hat sich nicht erfüllt. Nun, unterwegs, war es soweit. Am 5.6.08 ist er im stolzen Alter von 16 Jahren gestorben. Ein Alter in dem man nicht um einen Hund trauern, sondern um seine Erlösung dankbar sein sollte. Auch wenn ich mich schon darauf eingestellt hatte ihn nie wieder zu sehen, hat es mich natürlich doch getroffen. Ich werde dieses Wollknäuel nie vergessen!







