Torres del Paine

Der Nationalpark für Hiker und Wanderer und ich liefere nun den ultimativen Erlebnisbericht...

Ich bin rein- und wieder rausgefahren! Na gut, ich habe auch gecampt, alles in allem war ich drei Tage im Park.

Meine Faszination fürs Wandern (oder Hiken) hält sich, nicht zuletzt durch die falschen Schuhe, in Grenzen. Bei Ralf, Ra, Carola und Gerben sah es nicht viel besser aus. Leider hatte Ra kurz vor dem Campingplatz im Nationalpark einen kleinen Unfall. Eigentlich nicht weiter schlimm, wie mir erzählt wurde, dummerweise war aber ihr Fuß unter dem Koffer eingeklemmt und verdreht. Dadurch war sie dann leider außer Gefecht was das Hiken anging. Da wir unglaublicherweise auch noch den Wein und die Vorräte für die Hikingtouren verloren (oder verbraucht) haben, konnten wir ja gar nicht mehr loswandern!

So hatten wir also zwei wunderbar faule Übernachtungen im Schatten der Torres, den drei Berggipfeln, oder Spitzen um die es sich neben den anderen Sehenswürdigkeiten in dem Park dreht. Es war also keine reine Trägheit, sondern höhere Gewalt.

Nun ja, mit den Informationen sollte nun wirklich niemand loshiken! Aber vielleicht freut sich ja jemand über die paar Fotos die ich gemacht habe und ein paar kleine Tips habe ich auch noch anzubieten...

Torres Tips...

Die mittlerweile berüchtigte südliche Einfahrt in den Park ist nicht mehr so unbekannt und auch dort wird nun Eintritt kassiert. Die Straße ist allerdings mehr als lohnenswert. Ungefähr 10 km nördlich von Puerto Natales zweigt sie nach Westen ab, beschildert ist dort der Weg zur "Cueva del Milodon". Unterwegs, ca. 50 km nach dem Abzweig findet sich auf einer Estancia rechts am Weg auch ein sehr gemütlicher Platz zum campen am Fluss (S51° 30' 15" - W072° 41' 28"). Am nächsten Morgen kann man dann die restlichen 100 km auf Schotter bis zum Park genießen. Belohnt wird der Weg mit einem atemberaubenden Panorama nach dem anderen!

Verpflegung komplett in Punta Arenas oder Puerto Natales kaufen! Die Preise im Park sind unglaublich. Essen und Getränke in der Nähe der befahrbaren Plätze sind noch gut bezahlbar, wandert man aber in den Park hinein, kann man für einen heißen Kaffee mal mehr als europäische Vergnügungsparkpreise zahlen.

Vorsicht auf Wanderungen! Der Nationalpark ist riesig und neben den ausgetretenen Pfaden gibt es Ecken, in denen man vorerst wohl nicht gefunden wird. Bis jemandem auffällt, daß man verschwunden ist und man dann vielleicht sogar gesucht wird, kann es schon zu spät sein! Ein paar Tage bevor wir in den Park kamen, wurde der irische Tourist Ronan Lawlor tod aufgefunden.