Gepäck

Sieht schon laaaange nicht mehr so aus!

An der Gepäckaufteilung habe ich damals lange geschwitzt und eigentlich ist es doch nie vorbei! Im groben hatte ich alles dabei womit fast jeder in der Gegend herumfährt. Alukoffer, einen Packsack und einen Tankrucksack...





Tankrucksack

Ich benutze den VP45 mit Seitentaschen von dem grossen Ausrüster mit den zwei Bergen im Logo. Im Tankrucksack verstaue ich meine Phototasche um immer schnell an die Kamera zu kommen. Damit ist der Rucksack auch schon voll. In die Seitentaschen kommt vor allem weiches Zeug wie z.B. Schuhe, Regenhauben Karten.

An die Alternative eines »echten« Phototankrucksacks hatte ich schon gedacht. Allerdings wollte ich nicht wieder einen neuen Rucksack kaufen... was das angeht habe ich meine Alternative hier in der Umbauecke.

Die Seitentaschen lasse ich auch immer öfter mal weg. Hier stimmt die alte Weisheit: Je mehr Platz man hat, desto mehr Sche... nimmt man mit!

Schlechte Erfahrungen habe ich bisher nicht gemacht, meine Grundplatte hatte kurz vor der Abfahrt Zahnausfall, wurde aber prompt ersetzt. Das weder Tankrucksack noch Seitentaschen bei dem Preis Wasserdicht sind ist natürlich etwas ernüchternd! Das Problem ist lösbar mit der passenden Haube für den Tankrucksack und wasserdichten Beuteln (Mülltüten, Ortlieb, Sea to Summit,...) für die Seitentaschen.

Rucksack

The North Face - Black Tail. Er ist etwas klein und geht gerade mal als Daypack durch. In den Rucksack kommt nur eine Trinkblase und leichtes Zeug das man immer wieder braucht. Schwer bepackte Rucksäcke auf dem Motorrad gehen mir zu sehr auf Schultern, Nacken und Rücken.

Der Rucksack verleitet natürlich dazu ihn auch mit Kram voll zu stopfen. Allerdings ist es sehr praktisch ihn doch zu haben, am besten so gut wie leer auf dem Rücken, sonst ist er ja doch nur im Weg.

Auch im Rucksack achtet man am besten auf Wasserfeste Verstauung. Da meiner natürlich nicht wasserdicht ist, sind Zipbeutel wieder sehr angesagt.

Packtasche

Ein nasses Zelt sollte man übrigens zusätzlich in Plastiktüten verpacken um abends wenigstens einen trockenen Schlafsack zu haben.

Als Packtasche benutze ich das Rackpack von Ortlieb. Es hat den riesigen Vorteil, daß man es seitlich öffnen kann und somit der Fluch des Seesacks entfällt! (Was immer Du brauchst, es liegt ganz unten)

In die Packtasche kommt das Zelt, die Isomatte und der Schlafsack. In die ganzen Lücken bekommt man noch wunderbar andere Dinge hineingewürgt. Natürlich sollte der Packsack, hinten oben auf dem Motorrad, nicht zu schwer beladen werden.

Werkzeugbox

Meine kleine Werkzeugbox ist eher für zusätzlichen, schweren Kram gedacht. Sie ist bei weitem zu klein um alles an Werkzeug zu verstauen. Größere Versionen kosten entweder mehr Geld oder mehr Zeit beim selber bauen.

Die neue Version, nachdem ich mir die Plastikkonstruktion regelmäßig zerstört habe, bestand nun endlich aus Metall... Eine Transportröhre für Artilleriemunition der Argentinischen Armee. Mehr dazu unter »Werkzeugbox«.

Alukisten

100m Asphalt, wieder verschweisst!

Bei den Alukisten, die ich ursprünglich bestellt habe, ist leider etwas schief gegangen. Typischer Fall von mangelnder technischer Kommunikation. Ich wollte abnehmbare Kofferdeckel und habe Koffer mit verschraubten Scharnieren bekommen. Natürlich sind sie abnehmbar aber nicht so wie ich es meinte.

Nun bin ich nach langen Irrwegen bei Bernd Tesch gelandet und bin glücklich. Größter Vorteil, neben der Stabilität der Koffer, liegt in den abnehmbaren Deckeln. Hat man eine Packtasche oben drauf, bekommt man mit aufklappbaren Deckeln doch reichlich Spass. Jedesmal wenn man an die Koffer will, muss man sonst im schlimmsten Fall die Packtasche abladen.

TTT - Tesch Travel »Taschen«

Seine Taschen sind tatsächlich sehr stabil. Im Vergleich zu vielen anderen Koffern die ich gesehen habe, haben die Tesch-Koffer einen unschlagbaren Vorteil... sie sind flexibel! Kein Alukoffer ist unverformbar. Ganz besonders nicht wenn es um Felsbrocken geht, die man bergab mit dem Koffer mitnimmt. Umso schöner ist es wenn sich das Material ohne viel zu murren, verformt und auch wieder zurückbiegen lässt.

Ich bin also der Meinung, daß das Material gut gewählt ist und die Koffer bauartbedingt sehr viel verzeihen.

Durch eine Umstellung bei der Produktion habe ich zwei unterschiedliche Varianten. Eine voll verschweißt, die andere vernietet und verklebt. Beide halten in etwa geich gut. Will aber auch bedeuten, ich musste an beiden Varianten schon reparieren und ausbessern. Die vernietete Seite braucht am oberen Ende der Rückwand auf jeden Fall noch zwei zusätzliche Nieten, dann hält es auch. Die verschweißte Seite gibt nach multipler Verformung doch auf, braucht also mal ne neue Schweißnaht.

Kofferträger

Als Kofferträger benutze ich die TT bzw. AQ Träger in der schmalen Version mit tiefergelegtem Auspuff. Daher habe ich auch auf beiden Seiten breite Koffer und wieder etwas Platz gewonnen. Die Träger sind natürlich wieder etwas weniger Passgeneau als sonst und benötigen daher etwas mehr Überzeugungskraft bei der Montage. Natürlich liegt das an den groben Fertigungstoleranzen von Honda, nicht den von African Queens oder Touratech... versteht sich ja von selbst!