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Africa Twin

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Was meinen fahrbaren Untersatz für die weite weite Reise anging, bestand nie ein Zweifel in der Wahl meiner Maschine. Jahrelang fuhr ich auf meiner Suzuki DR650 RSE in der Landschaft herum, Sie hatte allerdings definitiv ausgedient. So hatte ich endlich den Grund gefunden mir meine Lieblingsmaschine zu kaufen... die Africa Twin.

Eine RD07a Baujahr 98 ist es geworden... der Kauf war schon eine Geschichte für sich, so erwähne ich sie eben...

Nach ein oder zwei Enttäuschungen zwischen all den Anzeigen, wurde ich im FAT-Forum angesprochen ob ich denn noch auf der Suche wäre. Klaus und Mark haben mir dann auch glatt eine AT verkauft. Sie gehörte ihnen zwar nicht, aber was soll's? Sie brauchten den Platz in der Garage, ich brauchte die Maschine, so einfach kann das Leben sein. (Die Zustimmung des Besitzers gab's natürlich auch noch, gesehen habe ich ihn aber nie!)

Zu meinem Glück stellte sich auch noch heraus, daß die Maschine nicht viel mehr gefahren wurde als meine alte DR. Zehn Jahre alt, 10.000 km gefahren! (Zum Vergleich: Seit Februar '06, elf Monate, 12000 km) Garagenmaschine, keine Kratzer, keine Mängel, da ich das Geld natürlich gleich in der Tasche hatte, gab es auch kein halten mehr.

Was meine Entscheidung angeht, eine Africa Twin für die Reise zu benutzen, gab es einige Kommentare und Bemerkungen. Ich würde es mit der AT niemals über diesen Paß oder jene Piste schaffen, diese Kommentare habe ich aber kurzerhand mit einem »dann drehe ich halt um« abgetan. An der Twin geht für mich nichts vorbei.

Nach einigen Pisten und Pässen hier unten in Argentinien und Chile, härter als die üblichen Routen, kann ich definitiv sagen, daß es nur am Fahrer liegt. Man bekommt fast jedes Motorrad durch jedes Gelände! Es kommt nur darauf an wieviel »Adventure« man will.

Nachdem ich mit dem Wiederaufbau meiner alten DR fertig war und sie verkauft hatte, kam die Africa Twin an die Reihe. Natürlich, die Puristen sagen: »An der AT braucht man nichts verändern!«, ich habe allerdings nicht einen meiner Umbauten bereut. Die Schrauberei schien kein Ende zu nehmen, aber es kam immer etwas Neues. Ich habe mich zwar auch schon für bekloppt erklärt, aber meine Freunde haben mit dem Kopfschütteln nicht mehr aufgehört.

Nach dem Schrauben kam dann auch hier und da mal das Fahren und ausprobieren. Bis zur Abreise hielten sich die Nennenswerten Touren zwar in Grenzen allerdings war es genug um mir ein Bild von der Maschine zu machen, mich an alles zu gewöhnen und reichlich Offroaderfahrung zu sammeln.

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